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Kriterien für die ökumenische Partnerschaft und Begegnung mit Kirchen in Situationen autoritärer Kontexte - 11 Punkte aus den Gesprächen und zur Weiterarbeit 

18.–19.11.2025 

Am 18./19. November 2025 beschäftigte sich eine Tagung zu „Kirchen in autoritären Kontexten“ mit der Frage nach aktuellen Handlungsspielräumen für eine Zusammenarbeit von Christ:innen weltweit. Denn, obwohl die freie Religionsausübung in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankert ist, erleben Kirchen weltweit, dass staatliche Rahmenbedingungen ihre Spielräume stark eingrenzen. Durch das Erfüllen vorgegebener Richtlinien sind sie in ihren Möglichkeiten eingeschränkt bzw. setzen sich selbst aus Vorsicht oder Loyalität enge Grenzen. Zudem erschweren zunehmender Nationalismus und religiöser Fundamentalismus in vielen Ländern zusätzlich die Kommunikation. Dadurch wird für uns der Kontakt mit kirchlichen Partnern schwieriger.

Die Diskussionen und der Austausch darüber, wie wir mit unseren kirchlichen Partnern in autoritären Kontexten unter diesen Verhältnissen kommunizieren und auch kontroverse Themen miteinander ansprechen können, führte zu einem Positionspapier, das Ideen für eine möglichst offene Kooperation und Kommunikation enthält sowie Vorschläge, wie das Thema in unseren kirchlichen Bezügen präsent bleibt.


Brighton Katabaro

Zwischen den Bergen: Durst nach Wasser

Wasser ist eines der grundlegendsten Bedürfnisse des Menschen und aller Lebewesen. Es ist ein kostbares Geschenk Gottes – lebensspendend, verbindend und unersetzlich. Dennoch kämpfen in vielen Teilen der Welt Menschen täglich darum, Zugang zu Wasser zu erhalten, während Tiere, Pflanzen und ganze Ökosysteme von derselben Quelle abhängig sind.

Wassermangel ist grausam – und für arme Familien kann er zur Frage von Leben und Tod werden. Zum Beispiel traf im Jahr 2024 die extreme Dürre Regionen wie Kagera in Tansania besonders hart. Zahlreiche Ziegen und Rinder starben qualvoll, da es weder Wasser noch Weideflächen oder Futter gab.

Für viele Familien bedeutete dies nicht nur den Verlust ihres Viehs, sondern auch den Verlust ihrer gesamten Existenzgrundlage. Der „Durst nach Wasser“ ist mehr als ein bloßer Mangel an Tropfen. Er spiegelt die komplexe Verflechtung gesellschaftlicher, politischer, ökologischer, spiritueller und ethischer Fragen wider. In ihm bündeln sich Fragen nach Gerechtigkeit und Würde, nach Macht und Ausbeutung – ein Ausdruck von Vernachlässigung, mangelnder Solidarität und der ungleichen Verteilung von Ressourcen in unserer Welt.

In diesem Vortrag möchte ich die Bedeutung von Wasser aus verschiedenen Perspektiven beleuchten – aus persönlicher Erfahrung, biblischer Weisheit und ökologischer Verantwortung – und verdeutlichen, warum es für uns alle so entscheidend ist, aktiv zum Schutz dieses kostbaren Gutes beizutragen.


Brighton Katabaro

Agrartheologie – Theological Insights

“Listen, Our Mother Is Crying” is a poetic and theological reflection on climate change, creation care, and our moral responsibility to safeguard God’s creation. Inspired by art, scripture, and the pain of a wounded planet, this essay calls humanity to repentance, compassion, and urgent action in the face of ecological crisis.


Brighton Katabaro

Deutsche hören nicht zu,
Tansanier*innen sagen nichts

24.09.2025

Ob wir wollen oder nicht: Stereotype begleiten unseren Alltag. Sie machen Dinge scheinbar greifbar, ordnen die Welt in bekannte Schubladen – und sorgen manchmal sogar für ein Lächeln.
Doch was, wenn sie anfangen, unsere Begegnungen zu prägen? In interkulturellen Partnerschaften, besonders zwischen dem Globalen Norden und Süden, entfalten sie oft eine spürbare Wirkung. Brighton Katabaro nimmt in seinem Blog-Artikel ein besonders hartnäckiges Stereotyp unter die Lupe.


Tagung: Contrasting Positions.
An Exploration on LGBTQ+

27.–29.11.2023

In verschiedenen Ländern Afrikas, aber auch in Osteuropa, wird die staatliche Gesetzgebung gegen LGBTQ+-Gemeinschaften verschärft. In den meisten Fällen stimmen die lokalen Kirchen dieser Politik zu oder brandmarken die Emanzipationsbestrebungen von Menschen mit anderer sexueller Orientierung als Gefahr für die jeweilige Gesellschaft. Als Kirchen, die vom europäischen Kontext geprägt sind, kollidiert unser Bekenntnis zur uneingeschränkten Gültigkeit der Menschenrechte mit dem Anspruch einiger afrikanischer Kirchen, sich in grundlegenden ethischen Fragen unabhängig und frei von postkolonialem Einfluss zu positionieren und sich vom Westen abzugrenzen.

Was bedeuten diese gegensätzlichen Positionen für unsere weitere ökumenische Zusammenarbeit? Wie können wir mit diesen unterschiedlichen Positionen umgehen? Wie können wir die Würde der verschiedenen Menschen und Kulturen gewährleisten? In der Konferenz wurden verschiedene Perspektiven auf menschliche Sexualität aus ausgewählten afrikanischen und deutschen Kirchen erörtert.

Das Statement stellt grundlegende Positionen aus den Diskussionen dar.