Dezember

Kirsten Wolandt
Studienleiterin 

Ort: Rupertistraße 67,
22609 Hamburg,
Tel. +49 40 823161-0,
info@oekumene-akademie.de

Datum: 03.–04.12.2026

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Kosten: siehe Flyer

Dezember 2026

3.12.-4.12.2026: Heilung. Theologische Perspektiven im interkulturellen Dialog

Heilung gehört zu den zentralen Verheißungen des christlichen Glaubens. Im Neuen Testament ist sie Zeichen der anbrechenden Gottesherrschaft, Ausdruck von Jesu Wirken und Gabe des Geistes. Dennoch wird sie in unterschiedlichen kirchlichen Traditionen höchst verschieden wahrgenommen, gedeutet und praktiziert.

Unsere landeskirchliche Tradition ist vielfach geprägt von einer starken Ablehnung bzw. Nicht-Beachtung des Körperlichen. Zugleich leben wir in einer Gesellschaft, in der das Bemühen um die eigene Gesundheit und das eigene Wohlergehen fast religiöse Züge angenommen hat. Die Sehnsucht nach einem Heil, das den ganzen Menschen einschließt, haben viele Menschen. Was also verstehen wir unter Heilung? Was bedeutet Gesundheit für uns? Und wie meinen wir sie erlangen zu können?

Angesichts der zunehmenden Zahl von Kirchen, die von Menschen mit Migrationsgeschichte besucht werden, bemühen sich die Landeskirchen um eine „interkulturelle Kirchenöffnung“ als Brücke zu einem gemeinsamen Miteinander. Dabei stoßen wir auch an theologische Differenzpunkte, die aus den verschiedenen Herkünften, Erfahrungen und Traditionen resultieren. Dazu gehört vor allem die Frage nach dem Verständnis von Heil und Heilung.

Die Tagung schließt an die Dialogtagung zur „Interkulturellen Kirche“ 2025 an. Sie beleuchtet das Verständnis von „Heil und Heilung“ in verschiedenen Kontexten sowie die Frage nach dem Wirken dämonischer oder widergöttlicher Mächte, aber auch nach dem Wirken biomedizinischer Heilungsverfahren. Stoßen hier mit den Methoden zugleich unterschiedliche und letztlich unvereinbare Wirklichkeitsverständnisse aufeinander? Oder lässt sich hier zumindest eine Komplementarität, wenn nicht auch Gemeinsamkeiten feststellen? Denn letztlich standen Religion und Heilung schon immer – auch in der so genannten westlichen Welt – in einem engen Verhältnis. Es geht um ein gegenseitiges Verständnis von jeweils kontroversen Praktiken und Traditionen mit dem Ziel einer größeren Offenheit füreinander. Die Tagung versteht sich als Ort theologischer Verständigung und des gemeinsamen Lernens in einer gemeinsamen Kirche.

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